Interview mit DDM Joachim Schaumlöffel
Shownotes
Wie schafft man es, einen eigenen Betrieb zu führen, als Sachverständiger zu arbeiten, Obermeister zu sein und gleichzeitig Gründächer in Ruanda zu bauen? 🌍🔨
In der neuen Folge des Dachdecker-Podcasts haben Michael Zimmermann und ich unseren Kollegen Joachim Schaumlöffel zu Gast. Wir sprechen über sein Herzensprojekt beim Kinderhilfswerk, seine Rolle als "Internationaler Meister" und warum Improvisation auf afrikanischen Dächern eine völlig neue Perspektive auf unser heimisches Handwerk gibt. Eine Folge voller Demut, Lebensfreude und echtem Unternehmergeist!
Weitere Informationen:
Zu Joachim Schaumlöffel: https://www.dachdecker-schaumloeffel.de/index.php https://www.gutachter-schaumloeffel.de
Zum Podcast: https://dachdecker-podcast.de
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zum Dachdecker Podcast, dem Podcast zu Technik, Organisationen und Digitalisierung im Handwerk.
00:00:09: Und hier sind eure Gastgeber Michael Zimmermann und Karl-Heinz
00:00:13: Kraftsick.
00:00:18: Herzlich willkommen zum Dachdecker Podcast.
00:00:20: Schön, dass ihr wieder dabei seid!
00:00:22: Mein Name ist Karl-Heinz Grafzig und mein Co-host wie immer Michael Zimmermann und natürlich haben wir auch immer besonders tolle Leute mit am Start.
00:00:30: heute ein Kollegen mit echtem Herzblut für das Dachdäckerhandwerk.
00:00:34: Mit seinem Können weit über den eigenen Türkkirchturm hinaus bekannt sogar europawendig oder weltweit der sich auch sozial sehr engagiert.
00:00:42: Wir freuen uns wirklich sehr über den heutigen Kollegen.
00:00:45: Und Michael, ich glaube, es ist ein echt cooler Kollege, den wir euch dabei haben.
00:00:50: Bedestens jetzt habe ich gemerkt, dass du nicht gemeint hast.
00:00:53: Nein!
00:00:54: Herzlich willkommen, schön dass ihr alle wieder dabei seid.
00:00:59: Ihr Zuhörer und Zuschauer.
00:01:02: für die, die es nicht wissen... Wir sind natürlich auch auf YouTube unterwegs!
00:01:05: Ja, keinesfalls vollkommen recht.
00:01:07: heute haben wir wirklich einen sehr coolen Kollegen am Start.
00:01:10: Und zwar Joachim Schaumlöffel, Dachtergemeister, Sachverständiger Obermeister der Innenkasse.
00:01:17: Joachime, ja schönen, dass du da bist.
00:01:19: Schön, dass dir Zeitnuss bei uns im Podcast dabei zu sein aber Bevor wir jetzt loslegen, stelle dich doch vielleicht mal kurz unseren Zuschauern vor.
00:01:31: Ja hallo ihr Lieben vielen Dank für diese tolle Gelegenheit!
00:01:35: Ihr habt schon gesagt ich bin ja auch im Schaumlöffel Dachdeckermeister.
00:01:39: Sechsundfünfzig Jahre alt seit dreißig Jahren Dachdecameister und selbstständig.
00:01:46: meine Firma wurde neunzehntneinvierzig durch meinen Urober damals Oberheinerich gegründet und wird seither als Einzelunternehmung geführt.
00:01:56: Wir beschäftigen heute nur noch drei Dachdecker, die sich um unsere Projekte kümmern und die drei arbeiten.
00:02:03: Gott sei Dank!
00:02:04: Sehr selbstständig und geben mir damit einfach Raum für meine Tätigkeit als Sachverständiger, was ich seit Jahr zwei tausend sechs mache.
00:02:13: Meine Innungsarbeit heute als ja schon stolzer Obermeister der besten Innung in der Welt, der Dachdäckerinnung Kassel.
00:02:21: Und natürlich für meinen internationalen Meister.
00:02:24: Sie Erlaubens mir, das kann ich so sagen dass ich eben mehr Wochen im Betrieb auch durchaus mal fehlen kann.
00:02:32: Bisweilen mag der Eindruck entstehen, dass es für den Betrieb sogar besser ist aber das haben wir dahingesteckt.
00:02:39: Sehr cool sehr cool ja.
00:02:40: also wenn du gute Leute hast die dich vertreten das ist immer viel wert.
00:02:43: Ja wer sich dein Lebenslauf ansieht, der sieht nicht nur Unternehmer oder Obermeister.
00:02:48: Du hast schon gesagt eure Viermacher gibt es auch schon sehr lange.
00:02:50: du brennst auch für Dinge jenseits der Baustelle.
00:02:52: ich weiß das wir treffen uns oft im Ehrenamt.
00:02:55: Ich bin auch so ein bisschen dann auf dich aufmerksam geworden als ich mal den Vortrag über internationalen Meister gehört habe.
00:03:01: in Hessen war das glaube ich vom Landesverband sagt aber da sprechen wir gleich noch drüber.
00:03:05: Mal die erste Frage!
00:03:07: Du brenntest ja extrem stark oder engagiert dich hier auch im sozialen Bereich?
00:03:11: Woher kommt dieser Antrieb und was motiviert dich, dass du das Parallelzenbetriebsalltag machst?
00:03:18: Oh Karl-Heinz!
00:03:19: Vielen Dank für die Frage.
00:03:21: Ich glaube sagen zu können, dass ich einfach viel Glück im Leben hatte.
00:03:27: Ich hatte immer Leute um mich herum, die mir Dinge, Wertigkeiten, Fertigkeiten vermittelt haben... Das ist halt einfach so passiert und es braucht Zeit, bis du realisierst was da eigentlich passiert oder passiert ist.
00:03:48: Ich hab also nie da gesessen und gedacht oh du musst jetzt auch mal irgendwie etwas Tolles oder muss man unbedingt das oder jenes machen.
00:03:56: ich habe einfach versucht ja ich kann sagen dass Werkzeug was mir die Menschen den nicht begegnet bin anhand gegeben haben das eben auch zu nutzen.
00:04:10: Ja, das hat was mit Wertschätzung gehen über deinen Mitmenschen zu tun.
00:04:15: Und ich bin ja einfach total dankbar dass sich so Leute immer um mich hatte und versuche heute als Dozent an einem Bundesbildungszentrum der Zimmerschule hier in Kassel etwas davon an die heutigen Meisterschüler zurückzugeben.
00:04:32: wir haben Als Unternehmer nein nicht nur als als Unternehmer Verantwortung auch für unsere Mitmenschen, für Mitarbeiter deren Familien.
00:04:44: Unsere Familie klar!
00:04:45: Für unser Umfeld und unsere Umwelt.
00:04:47: Ich habe mal vielleicht ein Beispiel dafür wenn es reinpasst.
00:04:54: Wir haben vor vielen Jahren mal so einen Sanierer gemacht, ihr kennt das ja ne?
00:05:01: Und das hat damals.
00:05:02: aber Es macht immer Spaß, aber damals war es besonders weil die Leute von Anfang an irgendwie stark eingebunden waren.
00:05:08: Also sie wollten genau wissen was machst du da eigentlich und wie sind die Abläufe?
00:05:12: Und was setzt ihr für Material ein?
00:05:14: also lange Jahre her aber schon damals dieser Gedanke Nachhaltigkeit und all diese Geschichten das Projekt ist dann toll gelaufen auch weil die sich so interessiert haben.
00:05:24: Ihr seht ja selber aus der eigenen aus der eigenen Erfahrung raus.
00:05:28: Das macht immer noch mal so viel Spaß, wenn du Leute hast die da auch so interessiert sind und nicht am Ende auch noch sagen, ich gucke eh nie aufs Dach.
00:05:38: Und da war es einfach so dass sie dann auch ganz glücklich waren hier Schulter klopfen um was weiß ich?
00:05:46: Ich habe mich rumgetreten und gedacht wir haben ja zuviel über Nachhaltigkeit und diese Dinge gesprochen und ich drehe mich herum Verpackung, Müll, Altmaterial stehen.
00:05:59: Warum muss das so sein?
00:06:03: Und auf dem Weg bin ich bei Greenpeace gelandet.
00:06:07: Es gibt in Kassel so eine Ortsgruppe, Greenpeace und da bin ich einfach mal hingegangen... ...und habe gesagt, wenn die keine Antworten haben, wäre dann dann.
00:06:17: Da hab' ich ganz tolle Menschen getroffen und wie soll ich sagen, ich bin da hängen geblieben.
00:06:22: Bin später Greenpeace-Aktivist geworden und bin heute noch Dabei, das ist einfach so eine Sache und die waren auch total verdutzt.
00:06:32: So hier typisches Fasches fragt geworden.
00:06:36: Du bist Unternehmer?
00:06:38: Was willst du bei uns?
00:06:40: Das haben die zuerst gar nicht zusammengekriegt.
00:06:42: aber ja es ist einfach toll wenn du so Leute aus einer anderen Richtung mal siehst.
00:06:48: Man muss feststellen wir leben auf derselben Welt.
00:06:51: Wir gucken vielleicht manchmal aus einem anderen Winkel drauf.
00:06:56: weil immer was, was mich so angetrieben hat.
00:07:00: Er ist total cool.
00:07:01: und für alle die den Podcast jetzt nur im Audio hören, schauen euch das mal auf YouTube an.
00:07:07: Schauen euch mal die Joachim an wie ihr dafür auch brennt und so, dass es ganz deutlich zu sehen.
00:07:14: Ich habe mir übrigens heute zur Vorbereitung einmal deinen Lebenslauf angeguckt.
00:07:19: Es gibt ein paar Parallelen.
00:07:21: Du warst ja auch mal Landespräferent oder bist du immer noch?
00:07:24: Oder warst du?
00:07:26: Das ist aber ein Wunderpunkt, ja das steht glaube ich auch so noch auf dem Papier.
00:07:31: Aber für PR braucht es doch immer Geld weißt
00:07:35: du?
00:07:35: Achso okay!
00:07:37: Ja weil das war ich auch mal in Rheinland-Pfalz.
00:07:45: meine Zeit, wo ich mich mit dem Thema beschäftigt habe.
00:07:48: Ja also schon cool!
00:07:51: Also was und wie du das machst?
00:07:53: Ich glaube bei Greenpeace die haben wirklich auch mal ganz ihr geguckt.
00:07:58: Also ich glaube da sind ja eher so die Grünen und dann die Linken und in welcher Weise ein bisschen rot.
00:08:07: Aber da jetzt ein Unternehmer dabei, so der High, der Typische.
00:08:11: Ich glaube dem vermutet man da jetzt eher weniger.
00:08:16: Ja, war so.
00:08:18: Total cool!
00:08:19: Obwohl ist ja unsere Aufgabe als Unternehmer auch Wertschätzung gegenüber anderen zu bringen und vor allen Dingen Verantwortung zu übernehmen nützlich zu sein.
00:08:31: Also gerade das sage ich immer wieder, ich bin sowieso der Meinung als Mann und Mensch aber auch als Unternehmer musst du nützlich sein.
00:08:39: daheim da lacht er ein oder andere die eine oder andere drüber wenn ich das immer wieder sage dass auch so bisschen unsere Aufgabe ist zu gucken wo kann man helfen?
00:08:49: Wo kann man unterstützen?
00:08:50: Wo Kann man mehr wert schaffen?
00:08:53: bei dir ist es aber wirklich auch ganz konkret.
00:08:56: Das ist nicht nur Theorie sondern Du lebst das hier auch, sozusagen muss man ganz klar feststellen.
00:09:03: Du hast ein Projekt des Kinderhilfswerk.
00:09:07: Ja?
00:09:07: Das hat mir auch Karl-Heinz gesagt.
00:09:09: Was machst du dort genau und was ist da das Projekt wie sie zu einer projektbezogene Unterstützung für die Kinder aus?
00:09:16: Erzähl mal bisher!
00:09:21: Jetzt muss ich auffallen dass es jetzt so emotional wäre.
00:09:23: dann aber... Da ist eigentlich eine ganz spannende Sache ... graurig anfingen.
00:09:33: Also ich weiß gar nicht, ob ihr wisst... ... dass ich ein echter Schisser bin!
00:09:37: Ich bin eine Angsthase und als solcher saß ich im Wartezimmer meines Zahnarztes... ... Privatpatienten aber ich musste warten.
00:09:46: So und da habe ich immer zwei Möglichkeiten wenn wir mich zum warten dahin setzen... ... entweder du beschäftigst dich irgendwie was mir schwerfällt dann oder du haust direkt wieder ab so.
00:09:55: Und an dem Tag habe ich mich entschieden ach nimm dir einfach mal so ne Zeitschrift.
00:10:00: Ich nehme eine seiner Zeitschriften, die da rumliegen und lese darin ein Bericht übers Kinderhilfswerk.
00:10:06: Es ist eine ganz offizielle Sache.
00:10:08: ja das Kinderhilfswerk gibt es deutschlandweit und in Kassel.
00:10:11: davon gibt's einen Ableger.
00:10:12: die nennen sich die rote Rübe Und Kassl war nun in diesem bericht genannt weil dies geschafft hatten nach langen jahren offenbar den rang eins in hessen abzulaufen.
00:10:25: Die ärmsten kinder in Hessen und ich habe das gelesen Ich bin jeden Tag in Kassel.
00:10:33: Was bedeutet das denn jetzt um Himmelswillen?
00:10:37: Die ärmsten Kinder hessenweit, ich könnte mir überhaupt nichts darüber vorstellen und ich habe diesen Bericht genommen und hab mit meinem Lehrlingswart und meiner Ausbildungsmeisterin darüber gesprochen.
00:10:53: Ich sag hier guckt euch da das bitte mal an und lasst uns einfach mal.
00:10:57: wir müssen mal darüber nachdenken was eigentlich soll wie es zu so einem Bericht kommen kann.
00:11:02: Und die waren total... Wir haben uns schweigend angeguckt.
00:11:08: Da war eine Nummer drin, die Nummer der Geschäftsführer in den roten Rüben und da habe ich gesagt, weißt du was?
00:11:13: Ich rufe dir jetzt einfach an!
00:11:14: Das ist die Konstanz-Richter damals wie heute.
00:11:18: Dann habe ich sie gefragt, ich habe den Bericht gelesen, was bedeutet das denn eigentlich?
00:11:22: Erklär mir doch mal, was heißt das arme Kinder im
00:11:26: Kassel?!
00:11:28: Was die mir erzählt hat, dass Ich kann und will das jetzt nicht wiedergeben.
00:11:35: Das hat dann während der Zeit, wo wir zusammen waren da noch eine Steigerung gegeben halt diese Pandemiezeit.
00:11:43: Das war für uns total unvorstellbar und da habe ich gesagt ja ich weiß noch nicht wie wir das machen können aber du solltest wissen Wir wollen mit dir was zusammenmachen.
00:11:54: Wir wollen dir helfen und wir laden dich zunächst mal ein in unsere Ausbildungshallen.
00:12:00: dort haben über die drei Lehrjahre, so um die hundert Lehrlinge immer plus minus.
00:12:05: Guck dir das da bitte mal an und überleg mal was du brauchst.
00:12:09: Du kannst ja alles wünschen aber kein Geld!
00:12:13: Und dann haben wir uns getroffen und hatten einen super Austausch und ich habe gesagt Wir können eigentlich alles machen.
00:12:24: wenn ihr ein Spielhaus braucht Wenn ihr Spiele braucht Dann bauen wir sie.
00:12:29: Wir werden keine Spendengelder fließen lassen oder sowas nicht.
00:12:32: Aber wir haben die eine Bitte, wenn wir so ein Spielhaus bauen dann gibt uns die Kinder dazu.
00:12:39: Wenn wir Spiele bauen, dann gib' uns die Kindern dazu.
00:12:41: Wir wollen den Kontakt zu den Kindern und da hat sie damals gesagt ist ich habe das nicht vergessen aber Sie sagen, aber wir haben gar nichts uns vorstellen können was sie da gesagt hat.
00:12:53: Sie sagte, wenn ihr das macht, dann nehme ich euch überall hin mit.
00:12:58: So und unsere Antwort war so ein bisschen handwerkermäßig ja, ja.
00:13:01: Aber wir hatten überhaupt kein Begriff davon was das eigentlich bedeutet?
00:13:06: Ich kann heute sagen es gibt hier rund um keine Schule mehr bei der wir fragen ob wir dort mal vorsprechen können.
00:13:13: die kommen zu uns.
00:13:16: Sie hat das wahrgemacht.
00:13:18: Wir haben Kontakte gekriegt dadurch.
00:13:19: dass ist unvorstellbar.
00:13:23: Wir haben nie Schwierigkeiten gehabt bundesweit die Lehrlingszahlen Rufo da runter gehen oder was, das läuft bei uns einfach durch.
00:13:31: Wir haben immer Leute da und wir wären angesprochen sein Mensch ihr habt doch damals mit der roten Rübe das und das gemacht.
00:13:39: ich war dabei Ich hab euch gesehen und so Das ist total.
00:13:44: ich habe einer meiner besten Freunde hat gesagt Was soll das?
00:13:50: Warum machst du das?
00:13:51: Was hast du denn davon?
00:13:52: Die Kinder sind auch trotzdem Arm Und ich sag ja dass mag so sein, aber ich kann aufzeigen dass es uns völlig egal ist wo du herkommst was du gemacht hast bisher.
00:14:05: Du kannst aber mit deinen eigenen Händen dich daraus holen und das ist die Message die wir als Handwerker, wer kann das wenn nicht wir?
00:14:16: Die wir als handwerker rüber bringen können?
00:14:20: Und ja die Konstanz hat das sofort erkannt damals und es ist tatsächlich so sie nimmt uns überall hinmit.
00:14:27: Das ist eine wunderbare Zusammenarbeit und wir betreiben das auch offensiv, also wir sprechen darüber.
00:14:35: Wir haben ja viele Industriepartner die sich auch sozial engagieren, da machen Leute Sachen, das ist ja unglaublich!
00:14:43: Wir haben auf einer Veranstaltung davon erzählt und da ist direkt jemand zu uns gekommen weil damals war so... Die rote Rübe hat am Handwerk entweder gefallen gefunden und hat gesagt Mensch wir wollen jetzt mal ne Schmiede aufbauen Schmiede, da wirst du das natürlich erst mal mit Investitionen verbunden und alles was die Rote Rübe nicht hat ist Geld.
00:15:05: Da hat einer unserer Partner gesagt stellen Schweißbahnen her.
00:15:09: Mensch wenn die eine Schmieder aufmachen wollen dann brauchen sie einen Amboss.
00:15:14: den gibt es von uns.
00:15:17: so entstehen solche Zusammenarbeiten Und die Menschen wollen gerne sowas machen.
00:15:22: Du musst halt manchmal nur zusammenbringen, du musst die Kontakte finden.
00:15:27: Das macht so eine Freude und diese Kinder zu sehen das war überhaupt das Allergrößte wenn jemand es erstmal in der Seege oder ein Stück Rinn gelötet hat.
00:15:39: Ich kann's gar nicht sagen, das ist so geil.
00:15:41: Aber ich muss dir gar nicht erzählen, ihr kennt das ja alles.
00:15:45: Super großartig!
00:15:47: Also... Wo ich das damals im Vortrag in Hessen gehört habe, hat mich echt tief beeindruckt.
00:15:51: Weil wir versuchen ja immer an die Schulen zu kommen und irgendwie an die Kinder zu kommen.
00:15:56: aber den Weg, den du willst, ich will es nicht sagen selber der ist total schön.
00:16:01: Also wenn man sich vorstellt also wie geht's ähnlich mit dir?
00:16:04: Die Vorstellung dass es wirklich so viele verankte Kinder gibt...
00:16:11: Das kannst du gar nicht greifen!
00:16:12: Aber
00:16:13: es ist
00:16:14: auch immer wieder Eignutz dabei.
00:16:16: Ich habe zum Beispiel keine Angst mehr, zum Zahnarzt zu geben.
00:16:20: Das ist ja eine gute Sache!
00:16:22: Also ich finde das großartig.
00:16:23: Das hat mich damals als ich das erste Mal gehört hab sehr beeindruckt und es erinnert mich wieder daran dass sich auch bei uns im Landesverband tatsächlich mal gucken will ob wir nicht auch Kontakte zum Kinderhilfswerk nüpfen können.
00:16:34: vielleicht werden wir haben einige Funktionsträger die auch unseren Podcast hören.
00:16:39: nehmt das doch mal mit in eure Gremien schaut doch mal ob ihr da nicht vielleicht tatsächlich etwas mehr Unterstützung noch machen können.
00:16:45: Ich finde es so toll, ja junge Menschen und Kinder zu unterstützen.
00:16:49: Aber du hattest noch ein zweites Thema dabei was ich noch nie in meinem Leben zuvor gehört hatte.
00:16:54: Erst, das war schon seit zwei oder drei Jahren her wo wir uns wurde ich das bei dir gehört hatte aber ich habe das davon noch nie gehört.
00:17:01: internationaler Meister war mir völlig fremd.
00:17:04: dass ist noch nie im leben gehört.
00:17:07: erzähl uns doch mal um was geht's da?
00:17:09: Und du unterstützt die auch?
00:17:15: Ja, was heißt unterstützen?
00:17:16: Also klar wir haben eine
00:17:19: Art
00:17:20: Netzwerk.
00:17:20: Das kann man schon sagen.
00:17:21: also das erlebst du aber ja heute immer und überall.
00:17:24: Netzwerk ist eine Sache wo keiner mehr drum herum kommt.
00:17:32: Wie fange ich da an?
00:17:33: Ich habe die internationalen Meister kennengelernt über einen unserer Kollegen der Uwe Moisgeier aus der Fuldaer Erinnerung.
00:17:44: Wir hatten einen Fall vor einem Gericht, wo er als Sachverständiger eingesetzt wurde.
00:17:50: Und da haben mich die Leute – ich hatte vorher im Privatgutachten hergeschrieben und habe mich die Gereinsaufgericht angerufen – dann haben sie gesagt, ja der ist jetzt vom Gericht als Sachverständiger eingesetz worden in der Uwe Meusgeier und der ist überhaupt nicht da!
00:18:00: Der ist so immer in Afrika.
00:18:03: Ich sage also, ich kenne den Uwe Moisgeier aber dass der immer in Africa ist, das fühle ich jetzt
00:18:06: zum ersten Mal.
00:18:09: Jetzt war ich aber neugierig und hab mir Uwe einfach angerufen.
00:18:11: Ich sah hier so und so und die haben erzielt bis zu meinen Afrikas.
00:18:13: was ist denn an dieser Geschichte?
00:18:15: Er sagte mir, er war zuletzt in Ruanda und hat dort Blitzschutzanlagen gebaut.
00:18:24: Wie kommt man dann auf die Idee nach Ruanda zu fahren?
00:18:29: Du musst wissen, weltweit gehen in Ruandawohl die meisten Blitze runter.
00:18:33: Da sterben Leute dran und da haben sie einfach gefragt wer sowas kann.
00:18:38: Dann hatte der Uwe als internationaler Meister einen Einsatz gehabt.
00:18:45: Was bedeutet ein internationaler Meister?
00:18:47: So, das ist gewachsen aus der.
00:18:50: ihr kennt es von früher die Entwicklungshilfe.
00:18:53: Wo wir gesagt haben also Nationen haben internationale Verträge zur gegenseitigen Unterstützung und dann haben wir Maschinengeräte in die Welt geschickt ohne dass eine Struktur da war ohne dass jemand vielleicht auch wusste wie man damit umgeht oder die erhält und so.
00:19:13: Und irgendwann hat mal gemerkt Was viele schon lange wussten, naja so ganz fruchtbar ist es irgendwie nicht.
00:19:18: Wir müssen das System ändern und dann haben die Uni Teams losgeschickt, die ausforschen sollten ja was brauchen denn die Länder vornehmlich halt Tritt- oder Entwicklungsländer?
00:19:30: Was brauchen sie denn tatsächlich damit wir furchtbar zusammenarbeiten können?
00:19:36: Dann haben die eine Studie gemacht und gesagt, wir wissen jetzt eigentlich was wir brauchen.
00:19:43: Aber wir haben die Leute gar nicht dafür.
00:19:44: Da hat man Profile erstellt.
00:19:46: Und dieses Profil da ist die Handwerkskamera in Main drauf angesprungen.
00:19:50: Die haben gesagt Ja Moment mal das sind ja genau unsere Handwerkmeister!
00:19:54: Alles was denen fehlt... ...ist diese interkulturelle Kompetenz.
00:20:01: Also haben sie einen großen Kurs geschaffen wo die sagen Wir vermitteln euch Diese interkulturelle Kompetenz, damit ihr ins Ausland gehen könnt.
00:20:10: Damit ihr wisst wie sind dort Schulen aufgebaut?
00:20:14: Wie wird dort grundsätzlich gelehrt?
00:20:16: Was haben wir für Staatssysteme?
00:20:18: Wie begegnest du überhaupt jemanden in so einem Land?
00:20:21: was haben die für Geflogenheiten?
00:20:24: und das ist ein Kurs der läuft über eine Gesamtszeit von zehn Monaten aber es hört jetzt schlimmer an als es ist.
00:20:31: Ich glaube, wir sind zehn oder elf Mal Freitag-Samstag da gewesen.
00:20:36: Schließt mit einer Prüfung ab und dann darfst du dich internationaler Meistern nennen, wirst in Listen geführt die der GEZ, der SEQA, dem Bundesministerium zugänglich sind.
00:20:50: immer wenn sie was haben dann gehen die die Lüsten durch.
00:20:53: und weiß ich, so war ich in Rwanda gab es beispielsweise ein Elektriker der als Generalunternehmer Häuser gebaut hat.
00:21:00: Es ist Elektrik immer ausgefallen hatte gesagt Mensch Ich weiß nicht was hier passiert aber die Hütten sind immer feucht.
00:21:06: Dann haben sie bei mir durchgeklingelt habe gesagt du hast hier etwas mit Abdichtung stehen.
00:21:09: Könntest du dir vorstellen dass das für dich ist?
00:21:11: So funktioniert das dann halt.
00:21:14: Im Moment Sind die Gelder ein bisschen dünn Die Regierungsprogramme schwach.
00:21:20: Jetzt haben wir Als internationale Meister sind noch dabei, einen Verein zu gründen und wollen uns selbst vermarkten.
00:21:28: Ich bin sehr gespannt wie das da vorangeht, wie weit wir da wieder in Einsatz kommen können.
00:21:37: Wow!
00:21:39: Das hört sich ja total spannend an, Waldinge zehn Monate, das ist doch eine lange Zeit.
00:21:43: und Freitag, Samstag.
00:21:46: Ich war nun ganz schön auffahren muss man dazu sagen oder?
00:21:48: Ja aber ich weiß es nicht... Einmal, manchmal zweimal im Monat hast in der Zeit auch noch deinen ersten Kurzzeit-Einsatz.
00:21:57: Also Kurzzeit heißt immer das ist irgendwas zwischen vier Tagen und drei Wochen.
00:22:02: Das ist die Zeit, die wir wechseln.
00:22:05: Es gibt so Langzeitexperten, die dann Jahre dort auf vor Ort sind.
00:22:09: Aber was ich mache betrifft immer diese Kurzzeit Einsätze So dass wir können heute sagen Wir exportieren nicht mehr Maschinen, wir exportieren know how.
00:22:19: Ja, cool.
00:22:20: Das kann man ja jetzt nennen Dachdecker ohne Grenzen oder?
00:22:25: Ganz so ehrenhaft ist es nicht.
00:22:28: Also Ärzte ohne Grenze machen das tatsächlich für aus eigenem Antrieb und für ohne Geld.
00:22:38: Und da muss ich sagen der internationale Meister ist schon auch eine Sache die ganz gut bezahlt wird.
00:22:44: Okay dann gibt's Fahrlehrgelder also dazu.
00:22:46: Ist
00:22:47: auch
00:22:47: nichts.
00:22:48: Ehrenrichtiges finde ich insofern.
00:22:51: Das wird ja dann im Prinzip auch bezahlt, bevor andere das irgendwie aufreißt ist ganz gut wenn man das für solche Dinge nimmt.
00:22:59: aber du bist da hier auch schon unterwegs!
00:23:01: Ich habe mir zum Vorfeld auch Robert Karlheinz so eine fantastische Geschichte gesehen gelesen.
00:23:08: Du warst ja zwanzig-zweiundzwanzig schon in Rwanda für die GEZ das ist die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit und hast Kigali, ich habe es richtig gesagt.
00:23:20: Hast du mit uralten Werkzeugen, mit viel Improvisationstalent hast du dort den Handwerkern wenn man die so nennen kann beigebracht wie man Gründächer anlegt und hast dann das Schulungsmaterial deiner Freizeit in der Corona-Zeiten digital erstellt?
00:23:38: Wie ist das so, wenn man da unten arbeitet weg als Sachverständiger von irgendwelchen Normen, FLL-Richtlinien, Hightech-Werkzeugen.
00:23:52: Es funktioniert ja dann auch, gehe ich mal davon aus.
00:23:54: und wenn man sich jetzt nicht unbedingt an die Flachtachrichtlinie und an die FLL richtet das soll jetzt kein Aufruf zum Push sein.
00:24:03: aber so die weniger ist mehr Mentalität was hast du da mitnehmen können?
00:24:12: Ja, Michael.
00:24:13: Das ist eine ganz schwere Frage und ich bin da wirklich hin- und hergerissen ums vorwegzunehmen.
00:24:24: Die Handwerke die du da unten findest Da hast du Handwerker vor dem Herrn was die Und musst du mal überlegen mit welchen Mitteln?
00:24:32: Mit welchem Werkzeugen was die aus Holz aus Metall machen könnte da schnallst Du ab.
00:24:37: also aber da spielen so viele Gedanken jetzt mit rein.
00:24:45: Zunächst vielleicht es ist nicht immer cooler, ja mit weniger etwas zu erreichen.
00:24:53: Nur als Beispiel also was vielleicht auch nur bedingt hier rein passt Wir sind wenn wir losfahren natürlich immer gehalten Ja und Sicherheitsbestimmung einzuhalten.
00:25:08: Also wenn ich da hinfahre und hab Wir wollen Schweißen, wir wollen Schweissbahn verarbeiten Dann müssen Sicherheitsschuhe sein.
00:25:17: Die Handschuhe müssen die Vorkehrungen alle da sein und das ist natürlich das erste, worauf ich zu achten habe.
00:25:26: Jetzt sage ich dir du arbeitest mit einer Gruppe von fünfzehn Leuten und weg von den Sicherheitschulen.
00:25:33: Da kommen vier komplett ohne Schuhe.
00:25:37: Sind das die vier, die du dann nach Hause schicken willst?
00:25:46: Klar wir versuchen das alles... In dem Fall war es, du hast von dem alten Werkzeug gesprochen.
00:25:52: Da ist einer für mich zwei Tage lang durch die Gegend gefahren und hat versucht brauchbare Gasflaschen herbeizuschaffen.
00:26:01: Ich hatte von zuhause aus Brenner, Turbo-Brenner, was weiß ich?
00:26:04: Habe ich alles mitgenommen.
00:26:05: Und dann kommt da vorhin ein Flämmchen raus, das gerade reicht zum Zigarette anstecken.
00:26:11: weißt Du, wie...ich wusste wo translicht, du hattest sofort gesehen Was so immer das für ein Ding ist was die da haben.
00:26:21: Das ist einfach der Sicherheitsventil, dass lässt es nicht zu, dass da ordentlich Gas rauskommt.
00:26:27: So würdest du den jetzt noch zwei Tage lang durch die Gegend schicken und der Kurs wartet.
00:26:30: oder weißt was wir haben im Bürovisiert?
00:26:34: Ich hab gedacht hier die bringen mich jetzt gleich oben, ich habe Papier genommen und dann haben wir uns Eckenzuschnitte und sowas aus Papier gemacht im Flur und in dem Schulungsraum an die Ecken angelegt, dann haben wir Falltechniken gehütet.
00:26:48: Und solches Zeugs bis du dann irgendwann sagst hey das war jetzt alles lustig bis hierhin.
00:26:53: aber jetzt geht's raus und ab an Brenner.
00:27:00: Da arbeitest Du mit den Sachen die Du da hast meine Güte!
00:27:05: Und die können und die wollen, die saugen das auf.
00:27:08: Also ich kann mir nicht vorstellen... Ich gebe hier auch Kurse.
00:27:10: jetzt stelle ich mir vor, ich setze mich davor die Leute hin und fange da an mit dem Papier zu falten.
00:27:16: Die laufen zur Direktion und sagen ja wir haben einen ersten Tag gesteckt.
00:27:20: Das kann es ja nicht bringen!
00:27:21: Aber die saugend das Wissen auf die wollen das haben, die wollen weiter kommen.
00:27:26: Und ich kann dir sagen sie haben das eins zu eins übertragen nachher auf die Schweißbahn.
00:27:29: Wir haben super weiter arbeiten können, die Zuschnitte haben gepasst.
00:27:32: Es war einfach nur klasse sowas zu erleben, sowas zusehen und wichtig ist halt immer ja wir haben schon ein gewisses Level.
00:27:45: Und ich denke wir dürfen das auch europaweit überall so zeigen auch.
00:27:52: Sollten wir übrigens auch diese dieses duale Ausbildungssystem was?
00:27:55: wir haben das überall geschätzt außer manchmal den Eindruck bei uns.
00:28:03: Aber Damit musst du auch umzugehen wissen, es geht da jetzt darum.
00:28:07: Da sind Leute die kriegen handwerkliche Sachen hin hier, das würde ich nicht schaffen.
00:28:12: Aber die können das!
00:28:13: Die wollen Hand werken so und dann ist es einfach wichtig dass man sich auf Augenhöhe begegnet und nicht nur in dem Bereich den Du halt gut kannst sondern ich bin offen für vieles.
00:28:26: also Kultur bedeutet ja... Das weiß überall wo du hinkommst.
00:28:32: Sprache ist Kultur, Essen ist Kultur.
00:28:34: Jeder egal wo du hin kommst ist stolz auf sein Essen.
00:28:41: Wobei das Thema Essen meine ich mich zu erinnern hast du gesagt da muss man auch ein bisschen aufpassen was man dazu sich nimmt?
00:28:48: Also ich kenne schon... Ich sage mal scharfes Essen.
00:28:52: Meine Frau aus Tanzania, Chili gehört da ganz einfach dazu Aber ich bin nie der gewesen, der gerne scharf ist.
00:29:02: Und das habe ich als ich zuletzt mal in Sri Lanka war auf einem Kurs... Da hat es mich aus dem Schwung gehauen, da dachte ich muss jetzt sterben und die haben das gemerkt!
00:29:12: Das war so blöd.
00:29:14: Am zweiten Tag kamen da die Oberen an, haben mich beiseite genommen und dann sind wir weggefahren.
00:29:21: Ich dacht, dass es irgendetwas zu besprechen oder keine Ahnung.
00:29:25: Und dann bin ich aber einfach nur auswärts zum Essen eingeladen worden.
00:29:30: Das war halt schlecht, sage ich.
00:29:34: Ich bin zurückgefahren und noch auf der Rückfahrt habe ich gesagt Leute danke dass ihr das mit mir gemacht habt Aber für mich ist wichtig die Gruppe!
00:29:42: Ich will bei der Gruppe sein... ...ich kriege hier kein extra Essen, ich will da dabei sein.
00:29:48: Und das haben die in der Gruppen erzählt Ja, von da konnte ich machen was ich wollte denn dann hast du die.
00:29:55: Dann gehörst du dazu?
00:29:56: Dann haben die jeden Tag, haben die Essen von zu Hause mitgebracht.
00:29:59: Ich hab das noch mit heimgenommen was alles her.
00:30:02: Ich habe heute noch den Zymt, den die alle mitgebracht haben und so... Aber das ist denen halt wichtig auch wenn du teilweise in Regionen kommst wo die nicht so oder wenig haben die geben.
00:30:15: Und dann nimmst du das selbstverständlich auch mit Freuden an.
00:30:21: Also was ich bemerkenswert finde ist die Demut, die aus dir spricht.
00:30:25: Einerseits die Bereitschaft Menschen helfen zu wollen in fremde Länder zu geben.
00:30:29: Die Sprachbarriere kann ich mir vorstellen es auch nicht so ganz einfach.
00:30:33: Was spricht man da Englisch?
00:30:35: Ja das ist ja der Hammer.
00:30:39: Wir sind ja hier ganz glücklich, wenn wir das Englisch noch hinkriechen.
00:30:43: Da haben wir so einen kleinen Komplex behaupt ich mal bei uns.
00:30:45: Das erste was wir in der Schule erzählen ist dass du das mit dem R und dem TH nicht so richtig hinkrissst und schon haben wir eine Scheu überhaupt usw.
00:30:51: zu sprechen.
00:30:52: Aber da wenn du in solche Länder kommst die haben eine Regionalsprache, die wirklich ne Sprache ist also nicht wie bei uns jetzt hier so ein Slang oder was?
00:31:06: Die haben Jede Nation hat ihre Sprache, die haben alle Englisch oder und Französisch.
00:31:14: Du hast ja mit Leuten zu tun, die sind in mindestens mal vier Sprachen unterwegs – nicht perfekt!
00:31:21: Aber das bin ich auch nicht.
00:31:24: Und du kommst immer da zurecht.
00:31:28: Ich bereite vieles theoretisch vor ... in so eine Legende, damit diese Fachbegriffe klar sind.
00:31:37: Die kenn ich ja selber manchmal nicht ne?
00:31:41: Und dass die aber klar sind das du so eine Basis hast auf der du dich da unerhalten kannst und dann wird einfach drauf losgebubbelt.
00:31:49: und hier handwerker wir zeigen wenn mich einer nicht versteht... ...dann zeigt mir das Ich zeigs ihm und wir kommen voran.
00:31:56: So ist es einfach.
00:31:57: Ja sehr schöne Geschichte.
00:31:59: Gut, lass uns mal kurz noch über ein Thema sprechen.
00:32:02: Klar jetzt mit drei Mitarbeitern hast du jetzt nicht den ganz großen Betrieb aber es gab ja sicher auch schon mal Zeiten wo du mehr Mitarbeiter beschäftigt hast und wir alle kennen sie ja Obermeister oder Ehrenamt.
00:32:14: dann die Firma das private Umfeld.
00:32:17: Wie organisierst du deinem Tagesgeschäft?
00:32:19: Ist es so vielleicht was seid ihr Rheinhessen?
00:32:22: Die rheinhessische Natur dass man eher entspannt kann Nordhessen
00:32:26: Wir sind etwa Stura
00:32:29: Stura aber entspannt.
00:32:32: Ich bin Rheinhäuser als Rheinland-Felzer.
00:32:34: Alles klar,
00:32:35: alles klar!
00:32:36: Ich bin Badener und das ist auch in Ordnung.
00:32:39: Also noch mal darauf zurückzukommen.
00:32:41: Tagesgeschäft sagst du eher so dann bleibt es halt mal liegen.
00:32:45: oder hast du einen Plan wie du das auf die Reihe kriegst dass es auch alles sauber einledigt wird?
00:32:49: Ja, oh ja gar nicht.
00:32:51: jetzt haste mich der wunde Punkt wahrscheinlich.
00:32:56: Klar nutze ich nutze ich Helfer und ich hab auch, also soweit ich das kann.
00:33:02: Ich bin da wirklich glaube ich nicht der Beste aber wenn ich unterwegs bin sehe schon zu dass ich mit Zuhause verbunden bin.
00:33:10: über all die Mittel die wir heute haben schalte mich auf meinen Rechner zu habe mein Laptop dabei und mache das ein oder... Also gut achten müssen wir ja nicht.
00:33:21: na gut achtern kannst du von überall schreiben manchmal von da besser wie von so aus Versuche ich schon solche Dinge zu nutzen, aber wenn du jetzt insbesondere diese Ehrenamt-Sachen die Innung und das ansprichst.
00:33:38: Da muss sich ganz klar sagen dass ich da eine fantastische Unterstützung erfahre immer in meiner KH in meinem Landesverband schon im Innerungskreis.
00:33:49: also wir sind relativ große Innungen.
00:33:52: Wir haben Hundert Mitgliedsbetriebe Aber sie setzen sich halt auch ein.
00:33:57: Ich habe da Leute drin, die kann ich jederzeit anrufen.
00:34:01: Die meisten merken ja gar nicht wenn du nicht weg bist.
00:34:04: Also da ist immer jemand der in die Presse springt oder das macht eine Riesenfreude und wir sprechen immer so viel über das was du einsetzt und die Zeit die dich das kostet.
00:34:17: Ja!
00:34:18: Das mag ja sein aber... Guck mal, du machst was auch schon seit Ewigkeiten Landesinnungsmeisters.
00:34:24: Kannst ja nicht alles nur machen wenn es immer nur kostet-kostet!
00:34:27: Du nimmst doch so viel auch mit davon.
00:34:29: Du hast so viele Leute kennengelernt die dich auch immer wieder weitergebracht haben.
00:34:34: Guck was der Michael da zuletzt alle... Das ist einfach fantastisch.
00:34:39: Wenn du so Leute um dich rumhast das macht einfach Spaß und da rechnest du auch nicht.
00:34:46: Ja, jetzt habe ich diese Woche wieder zwölf Stunden damit zu, weil es interessiert mich überhaupt nicht.
00:34:54: Das ist total cool!
00:34:56: Man merkt das hier, dass du voller Lebensfreude bist und trotzdem aber auch das professionell machst.
00:35:04: Dass genau das auf was es ankommt.
00:35:06: Man muss alles irgendwie unter einen Hut kriegen – das ist so ein bisschen die große Herausforderung Und damit haben glaube ich auch so junge Menschen vielleicht so ihre Probleme, vielleicht auch ein bisschen Angst davor.
00:35:21: Ich meine wir sind ja jetzt auch nicht mit ja keine Ahnung über fünfzig auf die Welt gekommen sondern sie haben ja auch irgendwann mal angefangen.
00:35:28: Zeit haben sich verändert es hat sich alles weiterentwickelt.
00:35:32: aber was würdest du jetzt jemandem raten?
00:35:34: Ein junger Mensch, einen jungen Meister der gerade jetzt auch im Weg ist eher Betrieb zu übernehmen, neu zu gründen.
00:35:45: Und wird so jemanden raten sich auch ehrenamtlich und sozial zu engagieren?
00:35:52: Was wäre so dein Ratschlag?
00:35:54: Also jetzt mehrere Fragen auf einmal.
00:35:56: aber ich wollte eine Frage in die Abschlussfrage packen.
00:35:59: also eher Neugründen oder übernehmen?
00:36:02: du hast ja übernommen aus der Familie war das der richtige Weg.
00:36:06: Ich habe gegründet Karl-Heinz hat übernommt Ja, und wir haben ja uns alle drei auch ehrenamtlich betätigt.
00:36:16: Jetzt noch da teilweise und sozial engagieren wir uns ja glaube ich auch.
00:36:22: was würdest du da jetzt jungen Menschen, Jungen Meister im
00:36:26: Raten?
00:36:28: Ja zunächst, weil ich bin ja total dankbar.
00:36:31: Ich darf das ja jeden Tag durch diese dozenten Tätigkeit habe ich diesen Kontakt auch immer zu den jungen Leuten und weiß von daher schon dass die viel besser sind als was ihnen nachsagt.
00:36:40: Und ja sorry ich bin da vielleicht ein bisschen einfach weg aber ich weiß eigentlich vom klein auf Ein richtiger Dachdecker kann alles so Und wenn ich an etwas gedacht habe, dann habe ich es immer gehalten wie mein Schlachtzeuglehrer der Ralph Wagner aus Kassel.
00:36:58: Der hat immer gesagt Wenn was auf den Zug kam ach vier angezählt und durch Ja.
00:37:06: aber dann ist vor ein paar Jahren ist das passiert da hat mich einer meiner Schüler sehr sehr bewegt also mir nach der bestandenen Meisterprüfung gesagt hat dass er immer den Spruch seines alten Meisters im Ohr hatte, damit aber nie so richtig was anfangen konnte.
00:37:32: Ihr kennt den Sprich und das ist dieses wenn du ein Schiff bauen willst dann trommeln nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen Aufgaben zu verteilen sondern leere sie die Sehnsucht nach dem weiten Endlosen Meer der einen kleinen Prinz geschrieben hat der alte Franzose.
00:37:52: So, da sagt er mir durch meinen Unterricht.
00:38:00: Ah, Carla jetzt musst du mir versprechen dass das rausschneidet ist wenn ich jetzt irgendwie... Wir versprechen ja alles
00:38:06: wie Marens aber nachher nicht.
00:38:09: also raus damit.
00:38:09: Ja,
00:38:11: der sagt mir, dass er durch meinen Unerricht hat er erst verstanden was er mit dem Spruch eigentlich sagen wollte.
00:38:21: Das ist toll!
00:38:23: Und so möchte ich eigentlich dazu aufrufen der Nachwuchs Der ist längst da.
00:38:29: Nehmt ihn mit, lasst ihn machen und diese Frage was besser übernehmen oder... Also ich habe einen riesen Glück gehabt das Papa da war.
00:38:44: Ich kann mich noch gut daran erinnern.
00:38:45: es ist jetzt schon eine kleine Ewigkeit her.
00:38:47: aber als ich damals von der Schule kam da hatten sie uns erzählt ja hier die Elite-Schule weiß ich nicht was alle Du kommst von der Schule, machst Angebot nach Angebot und kriegst nicht einen Auftrag.
00:38:59: Und Papa sitzt da im Sessel und lacht sich ein.
00:39:02: So sag ich, das kann doch nicht sein Leute!
00:39:04: Was mach' ich denn hier?
00:39:05: Was läuft hier
00:39:05: falsch?!
00:39:07: Es hat gedauert bis ich wirklich so in Mark gekommen bin, bis ich verstanden hab wie das passiert... ...und mir hat's damals einfach geholfen ja dass Papa da war.
00:39:17: Das war so.
00:39:19: Ja das ist schon echt toll.
00:39:21: also ich glaube es ist mich halt sagt immer so Keine Generation hat sich selbst erzogen.
00:39:26: Das ist glaube ich schon so ein Thema und ich glaub, Generationen brauchen auch Vorbilder Und das man sieht es ja auch.
00:39:32: Ich bin viel in Social Media.
00:39:34: Da wird der einen Bild von einer Realität erzeugt die überhaupt nicht stimmt Die vorne und hinten nichts mehr mit mit Anständigkeit, Ernsthaftigkeit guten Willen zu tun hat.
00:39:47: Und ich glaube Handwerk ist einfach saumäßig cool darin zu zeigen wir heulen nicht, weil ja man nicht, wir packen an und wenn man uns Steine in den Weg legt ja bauen wir Häuser damit.
00:40:00: genau damit es richtig dicht ist braucht man Dachdäger sonst machen die Steine auch keinen Spaß und man muss halt den Menschen auch mal zeigen du Es geht einfach her, wenn man
00:40:09: will.
00:40:10: Jachim hat mir das sehr gut gefallen.
00:40:13: Du bist ein beeindruckend sympathischer und demütiger Mensch, muss man schon ganz ehrlich sagen.
00:40:18: Da ziehe ich wirklich den Hut vor!
00:40:20: Und es macht mir merklich auch Spaß, mich mit dir zu unterhalten.
00:40:23: Es kommt auch eine super angenehme Stimmung immerüber wenn man dich trifft und du hast ne Ausstrahlung die einfach toll ist.
00:40:29: Ganz herzlichen Dank von meiner Seite dass du da gewesen bist.
00:40:31: ja Du kannst auch gleich noch Michael vielleicht geben wir unserem Interview Partner nachher noch die Möglichkeit das er noch vielleicht unserer Dachtiker Community ein paar persönliche Worte mit gibt.
00:40:41: Von meiner Seite herzlichen Dank, Michael Dir natürlich auch.
00:40:44: Ich wünsche wie immer allen Zuhörern und Zuschauern alles Gute, bleibt glücklich gesunden erfolgreich!
00:40:49: Michael Jurgen
00:40:51: Ja also ich kann mich da wirklich nur anschließen.
00:40:54: Wir haben es hat so viel Spaß gemacht Wie Karl-Einz sagt das war sehr beeindruckend.
00:40:59: Du bist wirklich ein super sympathischer Typ und bin echt froh, dass Karl-Heinz die Idee hat dich auch mal zum Podcast einzuladen.
00:41:08: Also ich bin jetzt auch wieder noch ein bisschen motiviert er noch mehr Gas zu geben mich noch mehr zu engagieren und darum geht es am Ende auch.
00:41:18: wir haben die Aufgabe als Unternehmer Vorbilder zu sein.
00:41:23: Ja, wir kommen der Aufgabe auch gerne nach.
00:41:25: Und wenn wir so Vorbild haben wie du das bist, fällt es uns dann umso leichter da ein bisschen in deinem Schatten und dein Windschatten da mitzuziehen.
00:41:34: also ja eben Du hast das letzte Wort.
00:41:37: nochmal Danke dass Du dabei warst.
00:41:41: Vielen Dank an euch beide.
00:41:43: vielen Dank für diese großartige Möglichkeit auch mal den internationalen vorzustellen.
00:41:48: ich würde mich ich wäre stolz wie Bolle wenn ich erfahren würde, dass wir da aus dem Dachdeckerhandwerk raus tatsächlich eine Zusammenarbeit mit dem Kinderhilftwerken kriegen.
00:42:01: Also dann das wäre ja hier Reichsparteitag!
00:42:04: Ich weiß, da würde ich mich auch freuen wie nur was.
00:42:06: Ansonsten möchte ich einfach nur sagen ihr bleibt gesund Glück auf und wisst immer halt da wo wir sind ist oben.
00:42:15: Damit sind wir nun am Ende vom heutigen Podcast.
00:42:17: Wir wünschen euch viel Freude bei der Arbeit und dass auch in Zukunft alles optimal bedacht ist.
00:42:23: Wenn euch der Podcast gefallen hat, freuen wir uns wenn ihr Ihren Freunden und Kollegen weiter empfehlt.
00:42:29: Und auch in den sozialen Medien liked und teilt!
00:42:32: Bis zum nächsten Mal.
00:42:33: – Wir freuen uns auf Euch Euer Michael Zimmermann und Karl-Heinz Kraftzig.
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